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Anmerkungen zur Seite “Politik gegen den Klimawandel”

Warnungen vor den Folgen des Klimawandels ...
Warnungen vor den Folgen einer Erderwärmung gibt es seit 1965, als Berater des US-Präsidenten Lyndon B. Johnson vor einem Klimawandel warnten. In das Bewusstsein der Öffentlichkeit (und damit der Politik) gelangte der Klimawandel erstmals Ende der 1970er Jahre, als die National Academy of Sciences der USA vor einer globalen Erwärmung warnte und die Weltmeteorologieorganisation (World Meteorological Organization, abgekürut WMO) die erste Weltklimakonferenz veranstaltete. In Deutschland warnten 1987 die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) und die Deutsche Meteorologische Gesellschaft (DMG) gemeinsam vor dem Klimawandel; eine Denkschrift mit Folgen: Im selben Jahr richtete die Bundesregierung einen wissenschaftlichen Klimabeirat ein und der Bundestag eine Enquête-Kommission “Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphäre”. Im Jahr 1988, dem bis dahin wärmsten Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen, riefen die Vereinten Nationen und die WMO gemeinsam den UN-Weltklimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change, abgekürzt IPCC), der regelmäßig in einem “UN-Klimareport” den wissenschaftlichen Kenntnisstand zusammenfasst (mehr zum IPCC und zum Klimareport >>
hier).

Die Enquête-Kommission des deutschen Bundestags legte 1990 einen Bericht vor, in dem sie zeigte, dass die Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland gegenüber dem Basisjahr 1987 bis zum Jahr 2005 vor allem durch Effizienzsteigerungen um 30 Prozent reduziert werden können und erneuerbare Energien bis 2020 einen Anteil von 18 Prozent erreichen könnten. Wenn es Sinn machen würde, verpassten Chancen nachzuweinen...: Die Chance für Effizienzsteigerungen wurde seinerzeit nicht genutzt, mit ihnen wären die deutschen Kohlendioxid-Emissionen auf 500 Millionen Tonnen im Jahr 2005 gesunken - tatsächlich waren es 865 Millionen Tonnen. Immerhin wurde 1990 das Einspeisegesetz für erneuerbare Energieträger beschlossen, und sein Nachfolger, das Erneuerbare Energien Gesetz, lassen heute für 2020 einen Anteil an erneuerbaren Energien von 25 bis 30 Prozent erwarten.

Das Scheitern von Kopenhagen
Nach im Mai 2010 vom SPIEGEL veröffentlichten Ausschnitten aus Tonaufzeichnungen vom entscheidenden Treffen der Staatschefs lag dies zum einen am Widerstand Chinas, die eine langfristige Reduzierung der Treibhausgase um 50 Prozent, den der auf dem Tisch liegende Vorschlag vorsah, auf keinen Fall zustimmen wollten. Aber auch der amerikanische Präsident Barack Obama, dem eine rechtlich bindende Vereinbarung “zu Hause im Kongress um die Ohren gehauen” worden wäre, so der Spiegel, war nicht erkennbar am Zustandekommen einer Vereinbarung interessiert. DER SPIEGEL: “Obama und die Chinesen sitzen in Wahrheit in einem Boot”.

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Politik gegen den Klimawandel

© Jürgen Paeger 2006 - 2011

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